Zweimal ist Jasin Ferati am Schweizer Meisterschaftslauf in Wohlen von Konkurrenten abgeräumt worden, und doch gibt es positive Nachrichten: Der bald 16-jährige Winterthurer Kart-Fahrer ist für die Rennfahrerschule von Jacques Villeneuve nominiert worden.

Noch stehen die Weltmeisterschaft in Finnland und das Finale der DEKM als Höhepunkte der Kart-Saison 2019 auf der Agenda von Jasin Ferati. Schon im Juli macht der talentierte Winterthurer aber die ersten Schritte in den Formelsport. An der gestrigen TV-Aufzeichnung des WIN4-Sportdates mit Peter Sauber in der Axa Arena hat sich Ferati sehr gefreut gezeigt über die Aufnahme in die von Jacques Villeneuve lancierte Rennfahrerschule in Magny-Cours. Der Formel-1-Weltmeister von 1997 und sein Kumpel Patrick Lemarié wollen mit dem ehrgeizigen Projekt Feed Racing jungen Motorsport-Talenten eine Chance geben und mit der Formel 4 vertraut machen.

„Mit dieser Berücksichtigung geht ein Traum in Erfüllung. Ich kann es kaum erwarten, erstmals in einem richtigen Rennwagen zu sitzen“, gesteht Ferati. Die erste Stufe der intensiven Ausbildung umfasst erst einmal fünf Test- und Trainingstage im Juli auf dem Club-Kurs im französischen Magny-Cours. Die gefahrenen Rundenzeiten und die Fortschritte entscheiden in der Folge über die Qualifikation für die im Herbst folgenden Kurse auf der Grand-Prix-Strecke. Zugelassen bei diesem neuartigen Ausbildungs-Format sind nur Teilnehmer der Jahrgänge 1997 bis 2005 ohne jegliche Erfahrung im Formel- oder Tourenwagen-Sport. „Wir wollen unabhängig ihrer finanziellen Möglichkeiten Natur-Talente finden und fördern. In dieser Beziehung liegt derzeit leider vieles im Argen“, findet Villeneuve.

Auf der Rennstrecke in Wohlen hat es am Wochenende für Ferati keinen Grund zum Feiern geben. Beim zweiten Gastspiel im Rahmen der Schweizer Kart-Meisterschaft kam er nur einmal dazu, sein Talent unter Beweis zu stellen. Im zweiten Vorlauf kämpfte er sich vom letzten Startplatz auf die 4. Position vor und liess sich die klar schnellste Rennrunde gutschreiben. Dass er in diesem Lauf ganz hinten starten musste, war die Folge des Ausscheidens nach einer Karambolage auf der Startrunde im ersten Rennen. Gleichenorts wurde er im Final unverschuldet in eine Kollision verwickelt. Trotz erheblicher Schäden am Kart rettete er sich mit einem Kraftakt über die Distanz und verteidigte den 6. Platz bis ins Ziel. „Ohne den ärgerlichen Zwischenfall hätte ich es aufs Podest geschafft“, zeigte sich der Sieger von Castelletto überzeugt. Ähnlich frustrierend verlief der Final für Saubers Formel-3-Hoffnung Fabio Scherrer, der im ersten Rennen von der Spitze aus dominiert hatte.

CIK-FIA-OK-EM: Zwischenstand nach Kristianstad: 1. Dexter Patterson (Scho) 81 Punkte. 2. Lorenzo Travisanutto (It) 77. 3. Gabriele Mini (It) 63. 4. Taylor Barnard (Gb) 33. 5. Dilano van t’Hoff (Ho) 30. 6. Juho Valtanen (Fi) 29. 7. Pedro Hiltbrand (Sp) 28. 8. Luigi Coluccio (It) 25. – Ferner: 33. Jasin Ferati (Sz). – 76 Fahrer klassiert.

DEKM,Zwischenstand nach Wackersdorf: 1. Luka Wlöner (De) 63 Punkte. 2. Joël Sturm (De) 50. 3. Bradley Barrett (GB) 45. 4. Lin Chen Han (Taiwan) 42. 5. Jasin Ferati (Sz) 37. 6. Lukas Horstmann (De) 27. 7. Joël Affolter (Fr) 26. 8.Benjamin Carterey (It) 23. – 14 Fahrer klassiert.

Schweizer Kart-Meisterschaft(OK-Senior): Zwischenstand nach Wohlen: 1. Pascal von Allmen 145 Punkte. 2. Timo Moser 116. 3. Alain Bäriswyl 116. 4. Patrick Näscher* 115. 5. Mirco Gervasoni 105. 6. Jasin Ferati* 103. – 17 Fahrer klassiert. – *nur 2 Rennen bestritten.

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