Nur 9,3 Sekunden hinter dem finnischen Sieger Juho Valtanen ist Jasin Ferati im Final der EM-Hauptprobe als 12. ins Ziel gekommen. Der 15-jährige Winterthurer Kart-Fahrer befand sich nach seiner Premiere in der OK-Meisterschaft Frankreichs in einem Zwiespalt der Gefühle: Er freute sich über das bisher beste internationale Resultat und ärgerte sich über die verpasste Top-10-Klassierung.

Rund zwei Drittel der Kart-Elite nutzten die Startgelegenheit, um sich zwei Wochen vor dem ersten Saison-Höhepunkt in Angerville bei Paris mit der kniffligen ersten EM-Strecke vertraut zu machen. Im Gegensatz zu vielen Titelanwärtern konnte sich Ferati dabei gut in Szene setzen. Im Prefinal bei extrem schwierigen Verhältnissen kämpfte sich der Millennium-Fahrer auch dank einem mutigen Poker mit den Regenreifen vom 33. Startplatz aus weit nach vorne und beendete den Lauf auf der langsam abtrocknenden Piste als Zwölfter.

Das bedeutete dieselbe Position beim Start zum 25-Runden-Final, doch es kam sogar noch besser. Ferati kam als Neunter in der Spitzengruppe aus der ersten Runde zurück und behauptete sich bis in der 14. Runde souverän in den Top 10. Dass er bei den Positionskämpfen in der Folge etwas weniger Risiken einging, kostete ihn jedoch noch einige Plätze. „Im Nachhinein ist man immer schlauer. Da ich vorher schon mehrere heikle Situationen schadlos überstanden hatte, wollte ich das Glück einfach nicht überstrapazieren.“, meinte Ferati, der nach der trotzdem gelungenen Hauptprobe guter Dinge an die Europameisterschaft reisen kann. Dort trifft er am Oster-Wochenende auf 72 Konkurrenten aus der ganzen Welt.

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