Jasin Ferati Newsletter Nr. 7 / 2020 (31. August)

Unfall kostet erste Punkte

Mit dem 11. Platz im ersten Imola-Rennen hat Jasin Ferati sein bisher bestes Resultat in der Italienischen F4-Meisterschaft egalisiert. Die ersten Punkte verhinderten ein Dreher im Regen und ein teaminterner Crash im Kampf um Platz 7.

In allen drei Rennen des ersten Imola-Wochenendes waren Punkte in Reichweite für den Winterthurer Nachwuchsrennfahrer Jasin Ferati. Statt dieser gab es neben Frust und Enttäuschung auch die erfreuliche Gewissheit, mit der Spitzengruppe der italienischen Formel-4-Meisterschaft mithalten zu können. Gründe für die verpassten Gelegenheiten gab es ganz unterschiedliche. Die Rückversetzung in der ersten Startaufstellung um vier Positionen wegen einer umstrittenen Strafe und die fehlerfreien Fahrten der Top-10-Piloten waren es im ersten 30-Minuten-Lauf am Samstag. Eine Pirouette in der nassen Variante Alta und eine heftige Karambolage mit dem zuvor siegreichen Teamgefährten Filip Ugran in den beiden Sonntag-Rennen.

„Am Anfang des Wochenendes hat es mit Abstimmungsproblemen nicht so rosig wie erhofft ausgesehen“, schilderte Ferati. „Nachdem ich im ersten Qualifying auf Platz 12 gefahren bin, fühlte ich mich aber bereit für die ersten Rennen im berühmten Autodromo Dino und Enzo Ferrari. Wegen Überholens bei gelber Flagge in einer Situation, in der ich gar nicht anders konnte, bin ich noch um 4 Plätze zurückversetzt worden. Auf Platz 11 vorgefahren habe ich die Punkte nur verpasst, weil der Abstand schon zu gross war und es vorne trotz vieler Kämpfe keine Ausfälle gab.“

Von einer zurückhaltenden Fahrweise war im dritten Rennen mit drei Safety-Car-Phasen und sieben Ausfällen nichts mehr zu spüren. „Vom diesmal bestätigten 12. Startplatz bin ich in den ersten zwei Runden auf Platz 9 nach vorne gefahren“, freute sich der 17-jährige Schweizer. „Beim Versuch, weiteren Boden gutzumachen kam es erst zu einer Berührung und dann zu einer heftigen Kollision mit meinem Teamkollegen Filip Ugran. „Wir waren in der ersten Kurve zu dritt nebeneinander. Da war einfach einer zu viel und dies führte zu einem normalen Rennunfall“, fand der Rumäne anschliessend ohne Groll. 

Von Schuldzuweisungen wollte auch Ferati nichts wissen. „Trotz diesen negativen Erfahrungen bin ich zufrieden mit meinem Abschneiden. Nach einem trotz vieler Überholmanöver eher verhaltenen Rennen bin ich bei ganz unterschiedlichen Bedingungen immer schneller geworden und habe vom Speed her mit den besten mitgehalten. Das  stimmt mich positiv für die nächsten Rennen auf dem Red Bull Ring. Ich weiss jetzt, dass ich es aus eigener Kraft in die Top 10 schaffen kann. Die Steigerung gegenüber dem Startevent in Misano ist offensichtlich.“

Imola: 1. Rennen: 1. Filip Ugran (Rum) 31:57,108. 2. Jonny Edgar (Gb) 0,282 zurück. 3. Jack Crawford (USA) 0,416. 11. Jasin Ferati (Sz), 14,936. – 2. Rennen: 1. Edgar 31:37,268. 2. Crawford 0,686 . 3. Andrea Rosso (It) 1,985. 18. Ferati 12,121. – 3. Rennen: 1. Rosso 31:54,289. 2. Francesco Pizzi (It) 0,458. 3. Edgar 1,990. – Ferari, Ugran, Crawford und vier weiter Piloten durch Unfälle ausgeschieden.

Gesamtklassement: 1. Pizzi 85 Punkte. 2. Gabriele Mini (It) 83. 3. Ugran 78. 4. Rosso 70. 5. Edgar 58. 6. Dino Beganovic (Sd) 49. – Ferner 17. Ferati 0. – Rookie-Wertung: 1. Pizzi 102. 2. Mini 100. 3. Rosso 89. 4. Beganovic 70. 13. Ferati 6. – Teamwertung: 1. Van Amersfoort Raing 167. 2. Prema Powerteam 156. 3. Jenzer Motorsport 78.

Nächstes Rennen: 11. bis 13. September auf dem RedBull-Ring in Spielberg.

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