Jasin Ferati Newsletter Nr. 8 / 2020 (14. September)

Wochenende zum Vergessen

Ein missglücktes Qualifying hat Jasin Ferati den dritten Event der italienischen Formel-4-Meisterschaft auf dem Red Bull Ring vermiest. Aus schlechten Startpositionen ist er immerhin noch auf die Plätze 15 und 16 vorgefahren.

Mit 31 haben sich so viele Formel-4-Fahrer wie noch nie in dieser Saison zu den Rennen der italienischen Meisterschaft auf dem Red-Bull-Ring eingeschrieben. Das Qualifying am frühen Samstagmorgen war deshalb extrem wichtig, und genau das ist Jasin Ferati zum Verhängnis geworden. Der 17-jährige Winterthurer schaffte es nicht annähernd, seine Trainingszeiten zu bestätigen und sah sich mit den Startpositionen 29, 23 und 22 vor sehr schwierige Aufgaben gestellt. Dass sein Jenzer-Auto im zweiten Rennen arg beschädigt wurde, machte die Sache nicht einfacher. Dank vieler gelungener Überholmanöver kam Ferati auf den Plätzen 16, 22 und 15 ins Ziel.

„Im Qualifying konnte ich aus welchen Gründen auch immer leider nicht alles aus dem Auto herausholen. Ich hatte viel mehr erwartet auf dieser mir sonst zusagenden Strecke und war deshalb schwer enttäuscht“, gestand Ferati. „Ich habe dann versucht, das Schlechte zu vergessen und mich ganz auf die drei Rennen zu konzentrieren. Im ersten ist mir das ganz gut gelungen. Ich habe mich trotz zwei Einsätzen des Safety-Cars um 11 Positionen verbessert. Das hat kein anderer geschafft.“

Der zweite Start ist Ferati noch besser gelungen. „Ich bin sofort vom 22. auf den 18. Platz vorgestossen und war in enger Tuchfühlung mit zehn weiteren Fahrern vor mir. Dann aber hat mich Axel Gnos auf der Aussenseite der Start-/Zielgeraden übersehen und ist in mich reingefahren. Nur mit viel Glück habe ich die Boxenmauer verpasst“, ärgerte sich der Jenzer-Fahrer. „Kurz nachher musste ich einer Kollision vor mir über die Kerbs ausweichen und dabei hat mein Auto einiges abbekommen. Ich musste zum Wechsel des Frontflügels einen Boxenstopp einlegen und bin schliesslich auf demselben Platz ins Ziel gekommen, auf dem ich gestartet bin.“

Aus dem geplante Feuerwerk im Rennen 3 wurde auch nichts. „Da beim vorherigen Zwischenfall auch der Unterboden und anderes beschädigt wurde, ist es nicht gelungen, das Auto optimal abzustimmen. Deshalb konnte ich nicht mit der Gruppe vor mir mithalten und musste mich darauf beschränken, den vorher eroberten 15. Platz gegen Dexter Patterson zu verteidigen. Wenigstens das hat geklappt“, meinte Ferati um eine weitere Erfahrung reicher.

Da sein Jenzer-Teamkollege Filip Ugran wegen der Quarantäne-Vorschriften nicht nach Österreich reisen durfte und andere Spitzenfahrer patzten, ist Ferrari-Schützling Gabriele Mini als Laufsieger jetzt erster Titelanwärter. Die weiteren Sieger des Wochenendes waren der Amerikaner Jak Crawford und der Paraguayaner-Deutsche Joshua Duerksen.

Spielberg: 1. Rennen: 1. Joshua Duerksen (Par) 32:31,445. 2. Gabriele Mini (It), 2,224 zurück. 3. Jonny Edgar (Gb) 2,731. Ferner: 16. Jasin Ferati (Sz) 25,490. – 2. Rennen: 1. Jak Crawford (USA) 31:48, 694. 2. Oliver Bearman (Gb) 1,581 zurück. 3. Mini 4,256. Ferner: 22. Ferati 75,849. – 3. Rennen: 1. Mini 32:31,734. 2. Duerksen 0,323. 3. Crawford 0,980. Ferner: 15. Ferati 32,789.

Gesamtklassement: 1. Mini 141 Punkte. 2. Francesco Pizzi (It) 105. 3. Edgar 97. 4. Crawford 85. 5. Filip Ugran (Rum) 78. 6. Andrea Rosso (It) 72. 7. Dino Beganovic (Sd) 63. 8. Duerksen 43. – Ferner 20. Ferati 0. – Rookie-Wertung: 1. Mini 168. 2. Pizzi 140.. 3. Beganovic 103. 4. Rosso 95. Ferner: 15. Ferati 6. – Teamwertung: 1. Van Amersfoort Racing 258. 2. Prema Powerteam 236. 3. Jenzer Motorsport 80. 4. Cram Motorsport 73. 5. Bhaitech 46.

Nächstes Rennen: 2. bis 4. Okober in Mugello.

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