Jasin Ferati Newsletter Nr. 11 / 2020 (17. November)
Bisher bestes Rookie-Resultat

Mehr als 20 Platzgewinne und sechs Punkte in der Rookie-Wertung sind Jasin Feratis positive Ausbeute beim sechsten Event der italienischen Formel-4-Meisterschaft in Imola. Mit besseren Qualifyings wäre viel mehr möglich gewesen.

Die Rückkehr auf die Rennstrecke nach der fast einmonatigen Verletzungspause weckte bei Jasin Ferati gemischte Gefühle. Nach einem gelungenen Testtag im Trockenen am Mittwoch wollte in den offiziellen Trainings auf der teils nassen und sehr kalten Grand-Prix-Strecke von Imola gar nichts gelingen. Ein weiterer Rückschlag waren die beiden Qualifyings, die zu den wenig verheissungsvollen Startpositionen 23, 22 und 26 führten. Wieder wesentlich besser waren die Auftritte des 17-jährigen Winterthurers in den drei Rennen, in denen er sich dank gelungenen Manövern auf die Plätze 18, 12 und 21 vorarbeiten konnte.

„Nach dem langen Trainingsunterbruch hatte ich zunächst etwas zu viel Respekt vor den Kerbs und auch Probleme beim Bremsen. Unter Rennbedingungen habe ich das Selbstvertrauen aber glücklicherweise wieder gefunden und bin ohne gröbere Fehler über die Runden gekommen, obwohl das Auto diesmal wirklich nicht einfach zu fahren war“, zog Ferati Bilanz. „Im ersten Lauf konnte ich mich um fünf Positionen verbessern, im zweiten um zehn und im dritten nach einer Schrecksekunde auch noch um sieben. Ein am Start stehen gebliebener Konkurrent wollte auf meine Seite ausweichen, als ich schon neben ihm war und hat mich zu einem viel Zeit kostenden Abstecher neben die Piste gezwungen.“

Da auch die Spitzenfahrer der bereits abgeschlossenen deutschen Meisterschaft am Start waren, sah Imola mit 34 Piloten das weltweit grösste Formel-4-Startfeld des ganzen Jahres. Unter diesen Voraussetzungen war es weit schwieriger, in die Punkte zu fahren. In der mit 26 Teilnehmern hart umkämpften Rookie-Wertung gelang Ferati mit dem Platz 7 im zweiten Rennen trotzdem das bisher beste Saisonresultat. „Das zu verbessern und dem Jenzer-Teams den dritten Platz in der Teamwertung zu sichern, sind in zwei Wochen beim Saisonfinale in Vallelunga die erklärten Ziele“, stellte er in Aussicht.

Die Entscheidung in der Meisterschaft ist bereits zu Gunsten des hoch gehandelten Prema-Fahrers Gabriele Mini gefallen. Der 16-jährige Sizilianer machte mit dem vierten Saisonsieg und zwei zweiten Plätzen vorzeitig alles klar und sicherte sich als erster Italiener überhaupt den begehrten Titel. Die weiteren Rennsiege und Podestplätze in Imola beanspruchten der schwedische Ferrari-Schützling Dino Beganovic und das amerikanische RedBull-Talent Jak Crawford für sich.

Imola (34 Fahrer): 1. Rennen: 1. Gabriele Mini (It) 32:07,854. 2. Dino Beganovic (Sd) 0,624 zurück. 3. Jak Crawford (USA) 1,009. – 18. Jasin Ferati (Sz) 37,238. – 2. Rennen: 1. Beganovic 32:48,861. 2. Mini 0,499. 3. Crawford 0,515. – Ferner: 12. Ferati 4,717. – 3. Rennen: 1. Crawford 32:38,622. 2. Mini 0,717. 3. Beganovic 3,704. – 21. Ferati 35,486.

Gesamtklassement: 1. Mini 276 Punkte. 2. Francesco Pizzi (It) 191. 3. Beganovic 168. 4. Andrea Rosso (It) 139. 5. Gabriel Bortoleto (Br) 133. 6. Filip Ugran (Rum) 127. – Rookie-Wertung: 1. Mini 314. 2. Pizzi 237. 3. Beganovic 213. 4. Bortoleto 173. 5. Rosso 168. – Ferner: 19. Ferati 12. – Teamwertung: 1. Prema Powerteam 541. 2. Van Amersfoort Racing 427. 3. Jenzer Motorsport 165. 4. Cram Motorsport 140. 5. Iron Linx 104.

Letzte Rennen: 4. bis 6. Dezember in Vallelunga.

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