Jasin Ferati Newsletter Nr. 1 / 2022 (1. April)

Neue Herausforderung für Ferati

Nach zwei Saisons im Formel-Sport wartet eine völlig neue Aufgabe auf Jasin Ferati: Der Winterthurer Rennfahrer wechselt vom Formel-3-Cockpit in den 510 PS starken Porsche 911 GT3 Cup und fährt im Topteam Fach Auto Tech die Porsche Sprint Challenge Suisse.

Trotz Angeboten für die Formula Regional by Alpine und viel versprechenden Euroformula-Open-Testfahrten anfangs Jahr in Valencia hat sich Jasin Ferati für einen Neuanfang in einer ganz anderen Motorsport-Sparte entschieden. Da sich der für die  aktuellen Formel-3-Rennserien notwendige finanzielle Aufwand ohne Werksunterstützung und „Götti“ kaum mehr garantieren lässt, ist der Umstieg in die GT-Klasse ein vernünftiger Schritt. In einem erfahrenen Spitzenteam mit konkurrenzfähigem Material im Porsche Sprint Challenge Suisse um den Titel zu fahren, ist für die Fortsetzung der Rennsport-Karriere des 18-jährigen Winterthurers ein besserer Ansatz als der fast aussichtslose Versuch, in einem mittelmässigen Formel-3-Team gegen 40 ebenso motivierte Konkurrenten aus der ganzen Welt in die Punkte vorzustossen.

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Obwohl das Fahrverhalten komplett anders ist, habe ich mich bei den ersten Testfahrten in Le Castellet gut mit meinem neuen Arbeitsgerät zurecht gefunden. Es wird interessant sein, wie ich mich über die Saison hinweg mit dem nicht einfach zu fahrenden GT3-Porsche zurechtfinden und weiterentwickeln werde“, blickt Ferati voraus. Dass er vier der sechs Rennstrecken, die im Porsche Sprint Challenge auf dem Programm stehen, bestens bekannt sind, sieht er als Vorteil. Dass viele seiner Konkurrenten schon länger in dieser Meisterschaft engagiert sind, ist eine zusätzliche Herausforderung.

Leistungsmässig ist das 1260 Kilogramm schwere Porsche-GT3-Cup-Auto mit Heckantrieb und sequentiellem Sechsgang-Getriebe dem bisherigen Rennwagen Feratis überlegen. Der 4-Liter-Vierzylindermotor leistet 510 PS und ermöglicht Topspeeds bis 260 Stundenkilometer. Einen gewichtigen Berührungspunkt zu seinem Motorsport-Werdegang hat Ferati längst ausgemacht.   Souveräner Gewinner der beiden letzten Porsche Sprint Challenge Suisse ist ein langjähriger Kart-Rivale, der gleichaltrige Schwyzer Alexander Fach, der 2022 den Sprung in den internationalen Porsche Super-Cup wagt. „In der Schweiz in dessen Fussstapfen zu treten und dann denselben Weg zu gehen, ist jetzt das Ziel“, sagt Ferati. „Auto Tech Fach, das seit Jahren erfolgreiche Team von Alexanders Vater, bietet die besten Voraussetzungen dazu. An mir liegt es jetzt, diese Chance zu nutzen und mich für höhere Aufgaben zu empfehlen.“

Porsche und der Teamchef begrüssen Feratis Entscheidung. „Wir freuen uns sehr, im Porsche Sports Cup Suisse auch in dieser Saison auf junge Talente setzen zu können. Jasin Ferati wird in der Porsche Sprint Challenge Suisse für uns antreten und hat grosse Pläne“, freut sich Alex Fach, der in dieser beliebten Rennserie nicht weniger als fünf Autos einsetzen wird. Daneben will das Team wie  schon seit Jahren auch im Porsche Supercup, der im Rahmen der Formel-1-Weekends ausgetragen wird, vorne mitmischen und um den Titel kämpfen.

Zur Porsche Sprint Challenge Suisse 2022 gehören zwei Sprint-Rennen am 30. April auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg; ein  Sprint- und ein Endurance-Rennen am 28. Mai auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet; zwei Sprints am 10. Juli im italienischen Franciacorta; zwei Sprints am 20. August in Dijon-Prenois; ein Sprint- und ein Endurance-Rennen am 24. September in Mugello sowie ein Sprint- und ein Zweistunden-Nachtrennen am 29. Oktober in Misano. Für die Jahreswertung zählt jedes der zwölf Rennen. Es gibt keine Streichresultate, aber Zusatzpunkte für die schnellsten Qualifying- und Rennrunden. 

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