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Jasin Ferati / Newsletter Nr. 3 / 2022 (29. Mai)

Podestplatz nach Motorschaden

 

Ganz so gut wie das erste Meeting ist Jasin Ferati der zweite Aufritt im Porsche Sprint Challenge Suisse in Le Castellet nicht gelungen.   Der Winterthurer kam im Sprint nicht über Platz 5 hinaus, schaffte es als Dritter des Endurance-Rennens aber erneut aufs Podest.

 

Die mit dem zweiten Platz und dem beeindruckenden Sieg auf dem Red-Bull-Ring eroberte Führung in der Meisterschaft ist Jasin Ferati vorerst wieder los. Nach einem Motorschaden am ersten Trainingstag brauchte es einen Sondereinsatz des Teams Fach Auto Tech, um dem Porsche-Förderpilot weitere Einsätze zu ermöglichen. 40 Punkte für je einen fünften und zweiten Platz in der Klasse waren zu wenig, um die Führung verteidigen zu können. Da sich Jörg Aeberhard gleichzeitig das Punktemaximum sicherte, liegt der Berner Garagist jetzt im Gesamtklassement deutlich vor dem Winterthurer. Die beiden Siege auf dem Circuit Paul Ricard gingen an den italienischen Gastfahrer Leonardo Caglioni, der nicht punkteberechtigt ist.

 

Das Wochenende in Südfrankreich ist leider nicht so wie erwartet verlaufen, obwohl im ersten Training am Donnerstag alles gepasst hat“, gestand Ferati. „Ich habe mich richtig gut gefühlt im Auto und wollte auf den gewonnen Erkenntnissen aufbauen, um im Verlaufe des des Tages alles am richtigen Ort zu haben. Kaum war ich aber wieder auf der Strecke, stoppte mich ein kapitaler Motorschaden und machte mich zum Zuschauer.“ Da wegen des gleichzeitig stattfindenden Supercup-Rennens in Monaco kein Ersatzmotor verfügbar war, brauchte es einen Effort von Fach Auto Tech, um das Wochenende zu retten. Über Nacht ist es dem Team gelungen, ein Ersatzfahrzeug aus Sattel ins 850 Kilometer entfernte Le Castellet zu bringen. „Für diese spontane Aktion bin ich dem Team unheimlich dankbar“, versicherte der Serien-Neuling.

 

Rechtzeitig war ein baugleicher Porsche 911 GTR Cup am zweiten Trainingstag einsatzbereit, doch einiges fühlte sich etwas ungewohnt an. „Anfänglich hat mir einfach die Pace gefehlt. Das hat mich massiv geärgert, aber nicht aus der Fassung gebracht. Schliesslich war ich aber froh, überhaupt fahren zu können. Dass ich bis am Abend unter die Top-3 vorstossen konnte, stimmte mich auch wieder  etwas zuversichtlicher für den Renntag.“

 

Im Qualifying für das erste Endurance-Rennen der Saison schaffte ich es als Drittbester der Kategorie auf die fünfte Startposition.  „Das war zwar nicht schlecht, aber nicht das,  was ich erwartet und erhofft habe“, sagte Ferati. „Ein herber Rückschlag war das  Qualifying für das Sprintrennen, in dem ich mich hinter einem Gastfahrer und meinen stärksten Gegnern mit dem vierten Platz bescheiden musste. Trotzdem habe ich im dritten Rennen des Jahres alles gegeben. Ich konnte Jürg Aeberhard in der Zielkurve überholen, doch gegen seinen Konter auf der Mistral-Geraden aus dem Windschatten heraus hatte ich keine Chance. Nach einer langen Safety-Car-Phase verlor ich noch einen Platz und landete erstmals ausserhalb des Podests. Das war ein bisschen viel fürs Gemüt.“

 

„Ich wusste, ich kann mehr und konnte das im abschliessenden 100-Meilen-Rennen auch beweisen. Ich verbesserte mich hinter Caglioni und Aeberhard auf den zweiten Platz unserer Kategorie und konnte diese Position im ersten Langstreckenrennen meines Lebens über die ganze Distanz verteidigen. Zwischenzeitlich habe ich den Rückstand auf Aeberhard auf weniger als drei Sekunden reduziert. Da ich dabei die Reifen überfahren habe, war es mir leider nicht möglich, einen letzten Angriff zu starten.“  

 

Gesamtwertung (4/12 Rennen): 1. Jürg Aeberhard (Biglen), ANT Performance, 113; 2. Jasin Ferati (Winterthur), Fach Auto Tech, 94. 3. Alexander Schwarzer (D), Fach Auto Tech, 55; 4. Ernst Keller (Regensdorf), Sportec Motorsport, 48; 5. Gregor Burkhard (Waltenschwil), Sportec Motorsport, 44; 6. Sébastien Pidoux (Cossonay), ANT Performance, 35. 7. Marc Arn (Halten), Swizz Evenzz 29; 8. Roderick Christie (GB), Dinamic Motorsport, 18 9. Mike Knutzon (Sd), Enrico Fulganzi Racing, 25, 10. Peter Hegglin (Schwerzenbach), Fach Auto Tech, 22.

 

Nächste Rennen: 10. Juli Franciacorta/Bargnana (Doppelsprint); 20. August Dijon-Prenois (Doppelsprint); 24. September Mugello (Sprint und Endurance); 29. Oktober Misano (Doppelsprint und Zwei-Stunden-Nachtrennen).