Jasin Ferati / Newsletter Nr. 5 / 2022 (21. August)

Zweimal Zweiter im Neuland

Zwei zweite Plätze sind eigentlich gut für den Porsche-Förderpiloten Jasin Ferati, aber nicht gut genug, um die Führung in der Porsche Sprint Challenge Suisse gegen den zweifachen Dijon-Sieger Jürg Aeberhard zu verteidigen.

Nach der totalen Dominanz in Franciacorta tat sich der 19-jährige Winterthurer Jasin Ferati in den Rennen 7 und 8 der Porsche Sprint Challenge Suisse Die ehemalige Formel-1-Strecke in Dijon-Prenois war für ihn ebenso neu wie die Bedingungen: Im Training und im Qualifying musste er den 510 PS starken Porsche 992 GT3 Cup erstmals überhaupt auf einer nassen Piste bändigen. Aus dieser Sicht war der dritte Platz im Qualifying ein guter Einstand, dem er in den beiden Sprintrennen im Trockenen zwei respektable zweite Plätze und eine schnellste Rennrunde folgen liess.

Da Ferati im ersten Rennen nach einem harten Kampf ganz knapp und im zweiten Lauf nach einem schwierigen Auftakt deutlich hinter Aeberhard ins Ziel kam, handelte er sich im Gesamtklassement einen 13-Punkte-Rückstand auf den Berner Routinier ein. In den vier ausstehenden Rennen in Italien kann er diesen aber wieder aus eigener Kraft gutmachen. An Spannung wird es Ende September in Mugello und vier Wochen später in Misano bestimmt nicht fehlen.

„In Frankreich konnte ich meine Vorstellung von Franciacorta leider nicht wiederholen. Ich habe mich im Training zwar recht schnell mit der mir nicht bekannten, aber tollen Strecke angefreundet. Ich durfte trotzdem nicht zu viel riskieren. Da in der Endabrechnung jeder Punkt wichtig ist, wollte Fehler unbedingt vermeiden“, sagte der Winterthurer. „Dass ich auch im Regen zu den drei schnellsten Fahrern gehörte, hat mich sehr gefreut. Im ersten Rennen ist es ebenfalls gut gelaufen. Nachdem ich den vor mir gestarteten Gregor Burkhard überholt hatte, konnte ich den eingehandelten Rückstand auf Aeberhard rasch aufholen und ihn bis ins Ziel heftig unter Druck setzen. Er liess sich aber nicht zu einem Fehler verleiten und hat den Sieg verdient.“

Schwieriger gestaltete sich der zweite Auftritt. Um einen Unfall zu vermeiden, musste Ferati schon in der ersten Kurve nach dem Start zurückstecken und sah sich dann so lange hinter Gregor Burkhard eingebremst, dass Aeberhard weit davonziehen konnte. „Die Pace meines Autos war nicht mehr gleich gut wie am Morgen. So war an eine Aufholjagd nicht zu denken. Viel mehr musste ich mich in der Schlussphase darauf beschränken, den zweiten Rang zu verteidigen. Den Grund für den Grip-Verlust müssen wir analysieren. Möglicherweise habe ich aber die Reifen etwas überbeansprucht. Ungeachtet dessen hat das Team erneut einen Superjob gemacht. Ich freue mich riesig auf die nächsten Rennen mit Fach Auto Tech und habe den Meistertitel keineswegs aus dem Visier verloren.“

Gesamtwertung (8/12 Rennen): 1. Jürg Aeberhard (Biglen), ANT Performance, 211 Punkte; 2. Jasin Ferati (Winterthur), Fach Auto Tech, 198 Punkte; 3. Alexander Schwarzer (D), Fach Auto Tech, 104; 4. Ernst Keller (Regensdorf), Sportec Motorsport, 103; 5. Gregor Burkhart (Waltenschwil), Sportec Motorsport, 100; 6. Sébastien Pidoux (Cossonay), ANT Performance, 61; 7. Peter Hegglin (Schwerzenbach), Fach Auto Tech, 60; 8. Marc Arn (Zürich), Swizz Evenzz, 55.

Nächste Rennen: 24. September Mugello (Sprint und Endurance); 29. Oktober Misano (Doppelsprint und Zwei-Stunden-Nachtrennen).

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