Fast 50 Plätze hat Jasin Ferati in den fünf Vorläufen zur Kart-WM in Finnland gut gemacht und den Final doch nicht erreicht. Das Handicap war nach technischen Problemen und der 80. Position im Qualifying zu gross.  

Am 20-jährigen Lorenzo Travisanutto kommt in der aktuellen Kart-Szene derzeit keiner vorbei. Sieben Wochen nach dem Gewinn der Europameisterschaft hat der italienische Titelverteidiger auf dem  Mika-Salo-Circuit in Alähärmä auch die Weltmeisterschaft souverän für sich entschieden. In einem packenden 25-Runden-Final vor voll besetzten Tribünen verwies Travisanutto die viel jüngeren Briten Taylor Barnard und Harry Thompson, den Russen Kirill Smal und den anfänglich führenden Lokalmatador Juho Valtanen auf die Ehrenplätze.

Der vom finnischen Fernsehen in voller Länge übertragene WM-Final der OK-Kategorie war auch eines der Saisonziele des 16-jährigen Jasin Ferati. In den zwei entscheidenden Runden des Qualifyings konnte der Winterthurer die vorher guten Trainingsleistungen aber nicht bestätigen. Bei extrem schwierigen Wetterverhältnissen schaffte es der Millennium-Fahrer nicht, Motor und Reifen in die optimale Betriebstemperatur zu bringen, blieb vier Zehntelsekunden hinter seiner vorherigen Tagesbestzeit und musste sich in der Folge mit der 80. Position im Zwischenklassement zufrieden geben.  Diese war gleich bedeutend mit dem fast hoffnungslosen 28. Startplatz in den fünf 13-Runden-Vorläufen, die definitiv über den Finaleinzug entschieden.

Mehr als eine Ehrenrettung war mit dieser fatalen Ausgangslage nicht möglich. Ferati liess sich dadurch aber nicht beeindrucken und kämpfte sich auf trockener und nasser Strecke tapfer nach vorne. Um nicht weniger als 49 Positionen konnte er sich in den fünf Rennen verbessern. Stets auf Startplatz 28 losgefahren, kam er auf den Plätzen 17, 20, 15, 18 und 21 ins Ziel. „Mit derselben Performance weiter vorne im Startfeld wäre der angestrebte Finalplatz sicher möglich gewesen“, ärgerte sich Ferati. Dass auch die Söhne bekannter Rennfahrer und viele Favoriten vorzeitig scheiterten, war kein Trost: „Wenn nicht alles zusammen passt, ist eine Chance schnell vertan. Andere Möglichkeiten werden kommen.  Die Saison ist noch lange nicht zu Ende.“ 

FIA-WM-OK: 1. Lorenzo Travisanutto (It). 2. Taylor Barnard (GB), 0.420 Sekunden zurück. 3. Harry Thompson (GB) 1,525. 4. Kirill Smal (Russ) 1,781. 5. Juho Valtanen (Fi), 2,624. 6. Dexter Patterson (GB) 4,493. – Ferner: 16. Joshua Dufek (Sz). 28. Sebastian Montoya (Kol). 30. Leandro Anderrüti (Sz). 39. Lorenzo Patrese (It). 54. Jasin Ferati (Sz). – 88 Fahrer klassiert.

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