An der zweiten Veranstaltung der Kart-EM in Belgien ist Jasin Ferati in den Final vorgestossen. Dank dem 23. Schlussrang hat sich der Winterthurer im Gesamtklassement auf Platz 29 verbessert.

Mit dem erfolgreichen Abstecher zu den Elektro-Karts in der Erinnerung ist Jasin Ferati auch in der höchstbewerteten Kart-Kategorie der Welt ein Sprung nach vorne und zu einer Medaille gelungen. Beim zweiten Lauf zur OK-Europameisterschaft in Genk gehörte der 15-jährige Winterthurer vom ersten Training an zu den Schnellsten. Ein missglückter Reifenpoker beim Qualifying warf ihn jedoch weit zurück im Siebziger-Startfeld. Mit drei sehr guten Vorläufen bei ganz unterschiedlichen Bedingungen und einer Portion Glück qualifizierte er sich im Gegensatz zu Titelverteidiger Hannes Janker und andere Favoriten trotzdem noch für den Final. In diesem hatte Ferati aus dem 32. Startplatz bereits neun Positionen gut gemacht, als ein Gewitter den Rennleiter nach 20 von 23 Runden aus Sicherheitsgründen zum Abbruch der Prüfung veranlasste.

Bei einem Unfall in der hektischen Startrunde ist die Hinterachse meines Kart beschädigt worden, sonst wäre ich noch weiter nach vorne und vielleicht sogar in die Punkte gekommen“, ärgerte sich der Winterthurer. „Im Grossen und Ganzen ist der 23. Platz aber ein gutes Ergebnis. Noch mehr jedoch freut es mich, dass ich bei den Rundenzeiten erstmals an der EM mit den Besten mithalten konnte. Das stimmt mich zuversichtlich für die weiteren Rennen in zwei Wochen Kristianstad und dann in Le Mans.“ Erfreuliche Auswirkungen hatte die Leistungssteigerung schon jetzt im Gesamtklassement: Ferati ist im hochkarätigen Teilnehmerfeld vom 53. auf den 29. Platz vorgestossen. Leader bleibt der schottische Sauber-Schützling Dexter Patterson, dem Weltmeister Lorenzo Travisanutto dank dem souveränen Finalsieg in Genk bedrohlich nahe gerückt ist.

„Bis zum Qualifying war Genk meine wohl bisher beste internationale Vorstellung“, denkt Ferati. „Dann kam der Poker mit den Reifen. Fünf Minuten vor dem Qualifying begann die Strecke rasch abzutrocknen und wir haben uns wie andere für die Slicks entschieden. Kaum auf der Piste, hat der Regen aber wieder eingesetzt und verhinderte gute Startplätze in den Vorläufen. Da ich wenigstens der Schnellste auf den falschen Reifen war, konnte ich den Schaden auf ein Minimum beschränken. Trotzdem war ich am Boden zerstört und in der Folge prompt zu wenig konzentriert im ersten Vorlauf. Auch das wird mir eine Lehre sein.“

CIK- FIA-OK-EM: Zwischenstand nach Genk: 1. Dexter Patterson (Scho) 58 Punkte. 2. Lorenzo Travisanutto (It) 43. 3. Gabriele Mini (It) 35. 4. Dilano vant’Hoff (Ho) 30. 5. Juho Valtanen (Fi) 29. 6. Dino Beganovic (Sd) 24. 7. Morgan Porter (Gb) 21. 8. Alessandro Irlando (It) 20. – Ferner: 29. Jasin Ferati (Sz). – 70 Fahrer klassiert.

DEKM,Zwischenstand nach Wackersdorf: 1. Luka Wlöner (De) 63 Punkte. 2. Joël Sturm (De) 50. 3. Bradley Barrett (GB) 45. 4. Lin Chen Han (Taiwan) 42. 5. Jasin Ferati (Sz) 37. 6. Lukas Horstmann (De) 27.

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