Jasin Ferati Newsletter Nr. 8 / 2020 (5. Oktober)

Neben statt auf der Piste

Schwierige Wetter- und Pistenverhältnisse haben Jasin Ferati und seine Teamkollegen bei der vierten Veranstaltung der italienischen Formel-4-Meisterschaft auf der Grand-Prix-Strecke in Mugello aus dem Konzept gebracht.

Die Toskana präsentierte für die Rennen 10 bis 12 der italienischen Formel-4-Meisterschaft nicht ihr Feriengesicht. Dunkle Wolken und viele kurzfristige Niederschläge beeinträchtigten den Rennbetrieb schon vom ersten Training an und stellten die 30 Fahrer und ihre Ingenieure vor ständig wechselnde, knifflige Aufgaben. Mit Ausnahme der ersten Trainings und des letzten Rennens am Sonntagabend musste stets mit Regenreifen gefahren werden und damit kamen viele Teilnehmer nicht zurecht. 

Der 17-jährige Winterthurer Jasin Ferati gehörte zu ihnen. Im ersten Qualifying schaffte er es nicht, sich mit einer  vernünftigen Rundenzeit rechtzeitig in die vordere Tabellenhälfte zu schieben und musste sich in der Folge nach einem Unterbruch mit Startplatz 24 für die Rennen 1 und 3 zufrieden geben. Im zweiten Qualifying reichte es immerhin für Position 17 und eine viel bessere Ausgangslage im zweiten Rennen. Auch diese Hoffnung war aber trügerisch, denn im Ernstkampf waren Ferati und die anderen Piloten von Jenzer Motorsport zu oft neben der Piste anzutreffen.

Neuzugang Francesco Braschi und Petr Wisnicki kreiselten in der Startphase des ersten Rennens hinter dem Safety-Car ins Gras und ins Abseits. Dasselbe „Kunststück“ schaffte Ferati beim gleichen Prozedere nach der Freigabe des zweiten Rennens. „Ein Anfängerfehler, der mir nie hätte passieren dürfen“, ärgerte sich der Winterthurer. Statt vom 17. musste er das Rennen vom letzten Platz aus aufnehmen und kam nach einem weiteren Dreher nur als 22. ins Ziel. Dass er in der Schlussphase ähnlich schnell unterwegs war wie die Topfahrer war eine schlechter Trost. „Ich brauchte wie im Qualifying viel zu lange, bis ich Vertrauen ins Auto fand. Eine völlig neue Erfahrung“, wunderte er sich. 

Die geplante Wiedergutmachung im dritten Rennen auf der endlich trockenen Rennstrecke gelang auch nicht. Ferati sah sich früh in eine Karambolage verwickelt und musste sich mit dem 20. Platz bescheiden. Das beste Ergebnis des enttäuschenden Wochenendes blieb so der 15. Platz im ersten Lauf, in dem er sich um neun Positionen verbessern konnte. Besser machte es Teamkollege Filip Ugran im Schlussrennen. Nachdem der Rumäne in der Startkurve ins Kies geflogen war, machte er mit einer aggressiven Fahrt 18 Positionen gut. Als Sechster des Gesamtklassements hat er noch gute Aussichten auf Platz 2. Kaum mehr zu entreissen ist der Titel nach einem weiteren Sieg dem italienischen Prema-Piloten Gabriele Mini. 

Mugello: 1. Rennen: 1. Andrea Rosso (It) 33:30,924. 2. Gabriel Bortoleto (Br) 1,648 zurück. 3. Filip Ugran (Rum) 12,979.  Ferner: 15. Jasin Ferati (Sz) 61,638. – 2. Rennen: 1. Bortoleto 32:58,464. 2. Gabriele Mini (It) 5,056 zurück. 3. Dino Beganovic (Sd) 11,258. Ferner: 22. Ferati 27,131. – 3. Rennen: 1. Mini 32:31,734. 2. Beganovic 1,192.  3. Bortoleto 5,647. Ferner: 20. Ferati 27,133.

Gesamtklassement: 1. Mini 196 Punkte. 2. Rosso 121. 3. Francesco Pizzi (It) 117. 4. Jonny Edgar (GB) 107. 5. Beganovic 104. 6. Ugran 101. 7. Bortoleto 92. 8. Jak Crawford (USA) 85. – Ferner 23. Ferati 0. – Rookie-Wertung: 1. Mini 226. 2. Pizzi 154. 3. Rosso 144. 4. Beganovic 144. 5. Bortoleto 120. – Ferner: 17. Ferati 6. – Teamwertung: 1. Prema Powerteam 352. 2. Van Amersfoort Racing 280. Cram Motorsport 122. 4. Jenzer Motorsport 105.

Nächstes Rennen: 16. bis 18. Okober in Monza.

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