Jasin Ferati Newsletter Nr. 3 / 2021 (20. April)

Lehrstunde für Jasin Ferati 

Premiere mit Schwierigkeiten für Jasin Ferati in der Formel 3: Der 17-jährige Winterthurer kam im ersten Rennen der Formula Regional in Imola als 22. ins Ziel, blieb aber im zweiten Rennen nach einem frühen Dreher im Kiesbett stecken.

Dass er im Rahmenrennen des Grossen Preises der Emilia Romagna den Standplatz vor der Mercedes-Box von Lewis Hamilton beziehen durfte,  hat Jasin Ferati kein Glück gebracht. In seinem ersten Formel-3-Rennen überhaupt hat sich der Winterthurer Monolite-Fahrer zwar aus dem 28. Startplatz auf Position 22 verbessert und dabei viele Erfahrungen gesammelt. Im zweiten Anlauf ist er nicht sehr weit gekommen. Ein Ausrutscher in der Piratella beförderte ihn schon in der zweiten Runde ins Kiesbett und verursachte den ersten von drei Einsätzen des Safety-Cars. 

„So habe ich mir den Einstand in diesem Umfeld wirklich nicht vorgestellt“, meinte Ferati enttäuscht. „Ich wollte wie im ersten Rennen allen Schwierigkeiten aus dem Weg gehen und das Auto wieder ins Ziel bringen, habe es aber ohne Vorankündigung aus der Kontrolle verloren. Dass derselbe Fehler an diesem Wochenende auch anderen passiert ist, kann kein Trost sein. Ich hätte ihn ungeachtet der nicht gerade optimalen Vorbereitung vermeiden müssen.“ Wegen einer Terminänderung und der schweren  Lebensmittelvergiftung in Le Castellet hat der Winterthurer Neueinsteiger nur etwas mehr als die Hälfte der ursprünglich acht geplanten Testtage absolvieren können.

„Mit Anfangsschwierigkeiten musste ich nicht zuletzt wegen der markant eingeschränkten Arbeit im Simulator rechnen. Eine solche Lehrstunde habe ich aber nicht erwartet“, gesteht der 17-jährige Lehrling. „Mangels Erfahrung habe ich im Training noch nicht das komplette Vertrauen ins gegenüber der Formel-4 viel schnellere Auto gewonnen, und das sind natürlich nicht die besten Voraussetzungen für die kurzen Qualifyings und die ersten Renneinsätze. Dieser Rückschlag wird mich nicht von meinem Weg und meinen Zielen abbringen. Ich werde alles unternehmen, um schon in Barcelona beim zweiten Auftritt im Formel-1-Kalender einen Schritt in die andere Richtung zu machen.   Ein Drittel des Startfeldes aus der ganzen Welt ist in einer ähnlichen Ausgangslage und bestimmt in Reichweite.“

Die spektakulären Rennen des neu geschaffenen, äusserst professionellen Formula Regional European Championsship by Alpine boten im Rahmen des Formel-1-Wochenendes in Imola packenden Rennsport auf hohem Niveau. Nicht unerwartet hatten beim Saisonauftakt die Routiniers und die vier Topteams das Sagen. Ein Landsmann Feratis im Topteam Art Grand Prix, der 21-jährige Jurassier  Grégoire Saucy, übernahm mit einem souveränen Sieg im zweiten Rennen gleich auch die Tabellenführung. Zweiter ist mit vier Punkten Rückstand der spanische Prema-Fahrer David Vidales, der das erste Rennen für sich entschieden hatte. Bester der 17 Rookies in der imposanten Teilnehmerliste ist nach dem ersten Rennwochenende Formel-4-Champion Gabriele Mini mit acht Punkten auf Platz 8. Der Genfer Axel Gnos ist noch punktelos wie Ferati, auf Grund seiner bisherigen Klassierungen aber 19. im Gesamtklassement. 

Imola, Rennen 1: 1. David Vidales (Sp) 34:48,848. 2. Alex Quinn (Gb), 0,202 zurück. 3. Hadrien David (Fr), 0,999. 4. Paul Aron (Est), 1,714. 5. Grégoire Saucy (Sz), 4,061. – Ferner: 17. Axel Gnos (Sz), 11,342. 22. Jasin Ferati (Sz), 16,802. – Gemeldet 33, gestartet 30.

Rennen 2: 1. Saucy 32:37,148. 2. Aron 1,134. 3. Zen Maloney (Barb), 1,606. 4. David 1,923. 5. William Alatalo (Fi), 3,038. – Ferner: 15. Gnos 22,390. – nicht klassiert: Ferati (Dreher). 

Klassement nach 2 von 20 Rennen: 1. Saucy 35 Punkte. 2. Vidales 31. 3. Aron 30. 4. David 27. 5. Quinn 18. 6. Alatalo 16. 7. Maloney 15. 8. Gabriele Mini (It) 8, erster Rookie. – Ferner: 27. Ferati 0. 

Nächste Rennen: 8./9. Mai Barcelona. 

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